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Einblicke in unsere Projekte
Wie kann Demokratieförderung vor Ort aussehen?
Hier zeigen wir eine Auswahl von Projekten, die mit Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie "Vielfalt Westerwald" umgesetzt wurden. Die Beispiele zeigen, wie unterschiedlich Ideen und Formate sein können und geben vielleicht Anregungen für ein eigenes Projekt.
Exkursion: Widerstand in Mengerskirchen - Biografien im Nationalsozialismus
"Was passierte in der Zeit des Nationalsozialismus eigentlich direkt in Mengerskirchen? Und welche Menschen haben damals Haltung gezeigt?"
Mit diesen Fragen beschäftigen sich Kinder im Rahmen mehrerer Projekttage zur lokalen Geschichte. Die Inhalte wurden alters- und entwicklungsangemessen gemeinsam mit einem Lokalhistoriker und Pädagogen erarbeitet.
Dabei besuchten die Kinder im Rahmen einer Exkursion gemeinsam mit dem Lokalhistoriker Orte in Mengerskirchen, die bis heute mit jüdischem Leben, Verfolgung und Widerstand verbunden sind – darunter das Geburtshaus von Franz Leuninger, der jüdische Friedhof oder das Hörterhaus, in dem sich die jüdische Kunsthistorikerin Dr. Dorothea Klein unter einem anderen Namen versteckte.
Im Mittelpunkt standen Geschichten von Menschen aus der Region, die nicht einfach geschwiegen oder mitgemacht haben, sondern widersprochen, geholfen oder andere geschützt haben. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, warum Erinnern und Gedenken bis heute wichtig sind und was Zusammenhalt, Mut und Verantwortung bedeuten können.
Workshop: Erinnern, Verstehen, Handeln - Menschenrechte und Rassismus
Jugendliche aus Dornburg besuchten das NS-Dokumentationszentrum in Köln und nahmen dort an einem Workshop zu Menschenrechten und Rassismus teil. Sie beschäftigten sich damit, wie Rassismus und Diskriminierung wirken, hinterfragten eigene Bilder und Stereotype und reflektierten unterschiedliche Perspektiven. So wurde historisches Lernen mit der Frage verbunden, was Menschenwürde und Menschenrechte für den eigenen Alltag bedeuten.
Musikalische Lesung: Die Würde des Menschen ist unantastbar - 75 Jahre Grundgesetz
Anlässlich 75 Jahre Grundgesetz verbanden der Schauspieler Roman Knizka und das Bläserquintett OPUS 45 Musik mit literarischen, historischen und politischen Texten. Die musikalische Lesung beleuchtete die Entstehung des Grundgesetzes und fragte nach der Bedeutung von Menschenwürde und demokratischen Grundrechte heute. Dabei wurden auch Beziüge zur Geschichte und Gegenwart vor Ort hergestellt und lokale Besonderheiten unserer Region aufgegriffen.
Workshop und Öffentlichkeitsarbeit: Unter einem Schirm - für Vielfalt
Die Elbtaler Jugendlichen entwickelten eigene Statements zu Themen, die ihnen gesellschaftlich wichtig sind - darunter Umgang mit Rassismus, Vielfalt, Selbstbestimmung und Akzeptanz. Ihre Botschaften wurden auf Schirme gedruckt und anschließend in den Kommunen der Partnerschaft sichtbar gemacht. Das Projekt verband so Jugendbeteiligung mit einer öffentlich sichtbaren Positionierung für Vielfalt und gegen Diskriminierung.
Mitmach-Theater
Kinder im Grundschulalter setzten sich in einem Mitmach-Theater spielerisch mit Ausgrenzung, Freundschaft und Solidarität auseinander. Dabei waren sie nich tnur Zuschauende, sondern konnten selbst in das Geschehen eingreifen und Handlungsmöglichkeiten ausprobieren. So wurden gesellschaftliche Fragen zu Inklusion, Ausgrenzung, Aushandlung und gesellschaftlichem Zusammenhalt altersgerecht und unmittelbar erfahrbar.
Bücherei der Vielfalt
Die Bücherei der Vielfalt bietet Bücher und Materialien rund um Demokratie, Vielfalt und Diskriminierung für unterschiedliche Altersgruppen - vom Kindesalter bis zu Erwachsenen. Ergänzt wird das Angebot durch Materialien für pädagogische Fachkräfte, die sich zu vielfaltsorientiertem und diskriminierungssensiblem Arbeiten weiterbilden möchten. Die Materialien können über die Koordinierungs- und Fachstelle genutzt und ausgeliehen werden.
Workshop: Zwischen Spielfeld und Geschichte
Über Fußball erhielten Jugendliche der beteiligten Kommunen einen besonderen Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus. Im Eintracht Frankfurt Museum beschäftigten sie sich mit den Biografien von Spieler*innen, Fans und Vereinsangehörigen und erfahren von Verfolgung, Ausgrenzung, Anpassung und Widerstand. Dabei schlugen sie die Brücke zur Gegenwart und setzten sich mit demokratischen Werten und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander.
